VAR: Morpho-phonetische Variation im Englischen

Projektleitung

Mercator Fellow

undefinedDr. Melanie Bell

Doktorandinnen

U. Marie Engemann M. A.

Simon Stein M. A.

 

 

Zusammenfassung

Trotz einer langen Forschungstradition ist das Verhältnis von morphologischer Struktur und seiner Manifestationen auf der phonetischen und phonologischen Ebene in verschiedener Hinsicht nicht hinreichend geklärt. In Bezug auf das Englische ergeben sich zwei ungelöste Probleme, nämlich die Variabilität morpho-phonologischer Alternationen, sowie das ungeklärte Verhältnis von morphologischer Struktur und seiner möglichen phonetischen Manifestation. Das vorliegende Projekt widmet sich diesen Problemen, indem ausgewählte Phänomene mit folgenden Forschungsfragen näher untersucht werden:

  • Was bestimmt Art und Umfang der Variation bei morpho-phonologischen Alternationen an Morphemgrenzen, oder über sie hinweg?
  • Inwieweit reflektieren Eingenschaften des akustischen Signal die morphologische Struktur eines Wortes? Gibt es beispielsweise einen akustischen Unterschied zwischen Lauten, die ein Morphem repräsentieren und solchen, die das nicht tun?
  • Sind Affixe phonetisch gleich, die zwar die gleiche phonologische Repräsentation haben, aber verschiedene Morpheme repräsentieren (z.B. Plural und 3. Singular -s im English)?
  • Machen Sprecher Gebrauch von dieser Informationen bei der Sprachverarbeitung?

Die Variabilität bei der Degemination (z.B. stalely vs. fully) sowie bei der Resilbifizierung von Sonoranten (murderous vs. feverous vs. desastrous) wird die empirische Basis für die Untersuchung variabler morpho-phonologischer Alternationen und ihrern akustischen Korrelaten bilden. Das Verhältnis von phonetischem Detail und morphologischer Struktur wird mit Hilfe der akustischen Analyse von homophonen Suffixen des Englischen untersucht (-s/ ’s und -ed/ ‘d in in ihren diversen Funktionen). Das Projekt wird Daten aus Gesprächskorpora und aus Produktionsexperimenten gewinnen um damit  verschiedene Hypothesen über potenzielle morphologische Effekte auf die phonetischen und phonologischen Eigenschaften von komplexen Wörtern, sowie auf deren Verarbeitung, zu testen.

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